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SchoolTour - Ein Märchen wird wahr…

Es war einmal eine Gruppe von 8 Menschen. Sie hatten alle eine bestimmte Profession in dem Bereich Musik-Entertainment. Sie schlossen sich zu einer Gruppe zusammen, um ihr Wissen an andere weiter zu reichen und dadurch einen Beitrag für Toleranz und Integration zu leisten. So kam es, dass sie durch Zufall auf unsere Schule aufmerksam wurden und anfragten, ob sie uns eine Woche lang mit ihrem Projekt „SchoolTour“ beglücken dürften. Sofort wurde von den Kolleginnen und Kollegen Interesse bekundet, und so begab es sich an einem Montag im Dezember, dass sich alle Schülerinnen und Schüler aus der 8. und den 9. Klassen in der Caféteria versammelten…

In der Auftaktveranstaltung stellte das SchoolTour-Team sich vor. Schüler und Lehrer waren neugierig, aber zunächst auch skeptisch. „Kommt es wirklich so gut an, wenn Erwachsene im Jugendjargon reden?“ „Wieso halten die mir einfach ein Mikro ins Gesicht, und ich soll auch noch etwas sagen!“ Die anfänglichen Schüchternheiten legten sich bald. Die Schüler ordneten sich nach ihren Interessen einer der Gruppen Moderation, Eventmanagement, Performance, Film, Gesang (2x) oder Breakdance zu. Jetzt begann für alle die Arbeit in ihren Kleingruppen. Jeder Gruppe wurde ein Raum zugeteilt, in dem von nun an getextet, gefilmt, gesungen, „gemoved“ und organisiert wurde. Nicht nur die Gruppenleiter ließen viel Schweiß und Nerven. Unsere Schüler gaben einfach alles. Sie schrieben Texte über die Liebe und das Leben, in Deutsch, Türkisch und Russisch. Sie filmten sich bei Interviews. Sie lernten Moderationstechniken. Sie probierten sich aus in verschiedenen Bewegungen. Sie planten eine Show am Freitag, in der alle Gruppen mit ihren Ergebnissen zusammen geführt werden sollte. 

Wir Lehrer durften das alles als Zuschauer erleben. Und was es nicht alles zu sehen gab: Sonst eher unauffällige Schülerinnen, die am Mikrofon auf einmal eine Wahnsinnsstimme zum Besten gaben, Jungen, die sich beim Tanzen gegenseitig anfassten und sogar aufeinander legten (8./ 9. Klasse!!!), Führungspersönlichkeiten, die eine ganze Gruppe zu organisieren vermochten, Moderationstalente, die in ihrer Rolle voll aufgehen und immer wieder Stolz in den Augen aller Beteiligten! Es war unglaublich schön zu sehen, wie engagiert und zielstrebig unsere Schüler gearbeitet haben! Das kurzfristig angestrebte Ziel der Show am Freitag war daher ein voller Erfolg. Langfristig wurde durch dieses Projekt sicher dazu beigetragen, dass die Schülerinnen und Schüler an Selbstvertrauen gewonnen haben, dass sie eigene Stärken erkannt und bei anderen anerkannt haben, dass sie durchgehalten haben und spüren konnten, dass sich das lohnt und dass sie ihren Mut beweisen konnten, der sonst so häufig versteckt zu sein scheint.

Und die Moral von der Geschicht´: Gib Schülern SchoolTour, und sie zeigen ihr wahres Gesicht! 

Das hat Mut gemacht für projektorientiertes Arbeiten und gezeigt, dass neuer Wind von außen motivieren und beleben kann!