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Die Ganztagsschule St. Pauli beginnt den Englischunterricht in Klasse 1 schon seit 2007

Mehrere Gründe haben uns bewogen, seit dem Schuljahr 2006/2007 bereits in der 1. Klasse Englisch zu unterrichten:

  • Unumstritten ist, dass ein frühzeitiger Zweitsprachenerwerb für den Lernenden einfa-cher ist. Dies haben schon viele Eltern auch unserer Schule erkannt und uns ihren Wunsch vorgetragen, dem in der schulischen Bildung ihrer Kinder Rechnung zu tragen.
  • Einige mit uns kooperierende Kitas bieten bereits Englischunterricht für ihre Kinder an, z. T. nehmen schon Vierjährige daran teil. Im Anschluss an die Kita-Zeit eine "Englisch-Lücke" entstehen zu lassen, schien weder den Eltern noch uns sinnvoll.
  • Die Schülerinnen und Schülern der Ganztagsschule St. Pauli sind im Umgang mit an-deren Sprachen und Kulturen versiert, denn etwa drei Viertel unserer Kinder besitzen einen Migrationshin-tergrund. Von daher stellt aus unserer Sicht auch das Kennen ler-nen der Sprache und der Gepflogenhei-ten in englischsprachigen Ländern bereits in Klasse 1 keine Hürde dar.

Um das sanfte Heranführen an die englische Sprache für unsere Schulanfänger besonders freudvoll zu gestalten, arbeiten wir nach folgenden Prinzipien:

  • Die Zeit zur Eingewöhnung in die neue Situation als Schulkind ist wichtig – wir be-ginnen mit dem Englischunterricht frühestens nach den Herbstferien. Angesichts des Alters der Kinder werden mehrmals wöchentlich kürzere „englische Phasen“ in den Vor- oder Nachmittag eingebaut. Der Unterricht überschreitet 15 Minuten nicht und findet täglich statt – z. B. im Musikunterricht, denn hier bietet sich das Hören und Singen englischer Lieder ganz besonders an. Auch der Sportunterricht wird anteilig zum Spielen "englischer" Spiele genutzt. Daneben nutzen wir Zeiten des Kunstunter-richts oder Phasen „freier Gestaltung“ zum Umgang mit der englischen Sprache.
  • Wiederkehrende Unterrichtselemente machen den Kin-dern über das Wiedererkennen Mut (Könnenserfahrungen); Chorsprechen ergibt einen höheren Sprechanteil des Ein-zelnen, so dass anfänglich fehlerhaftes Sprechen nicht ins Gewicht fällt; Bewegung zusammen mit Sprache fördert das Speichern von erworbenem Wissen; Anschaulich-keit hilft den Kindern bei der Entschlüsselung von Bedeutungen; relevante Themen werden mit der Fremdsprache verknüpft (Realitätsbezug), so dass die englische Spra-che lebendig und im positiven Sinne alltäglich ist; das Englische wird zum echten Kommunikationsmittel durch kon-krete Situationen (Handlungsorientierung).

Der Englischunterricht in den folgenden Jahrgängen profitiert mit Sicherheit von diesem Konzept.